“Die Wirklichkeit ist weder aus Ganzen noch aus Teilen zusammengesetzt,
sondern aus Ganzen/Teilen oder Holons.”

Ken Wilber

Unser Werdegang

Vor 7 Jahren machten wir uns auf den Weg der Frage nachzugehen, “Wie ist es möglich, dass in unserer Wirtschaft in den Organisationen Menschlichkeit entsteht?”

Nach ca. einem Jahr entdeckten wir auf dieser Forschungsreise weitere Fragen, mit denen wir in das Menschsein als solches tiefer eintauchten.

  • Wer bin ich und warum bin ich hier?
  • Wer sind wir und warum sind wir hier?

Nach weiteren drei Jahren Forschung an uns, an ca. 500 Teams und Organisationen zeigten sich die Erkenntnissen zu einem gelungenen Miteinander. Der Schlüssel liegt im Reifen des Auffassungsvermögens über die Welt und über meine Wesenheit. 

Daraus zogen wir Konsequenzen und machten uns auf den Weg eine tanzende Herzens-Gemeinschaft ins Leben zu rufen, die auf drei Prinzipien baut und uns Menschen in der aktuellen Situation abholt.

Natürliches Reifen vs Konditionieren

Wie jeder Organismus in der Natur können Menschen mit Beginn ihrer Zeugung holonisch in aufeinander aufbauenden Wachstums-Phasen reifen. Diese zeichnen sich darin aus, dass sich die Natur oder die Welt dem Menschen forschend sukzessive erschließt. Immer mit dem Antrieb der eigenen Neugier. Damit reift in ihm das Auffassungsvermögen und das Forschungsvermögen hin zu einem Gestaltungsvermögen. Mit dem Reifen des Gestaltungsvermögens findet zur gleichen Zeit und im gleichem Maße die SELBST-Findung statt – die Verwirklichung der eigenen Tanz-Eigenschaften. Die Wissenschaft bezeichnet diesen Reifegrad die “Autonome” Ebene. Wir sagen zu dieser Entwicklung:

„Von der Erstkontakt-Kunst zu jener Tanz-Kunst, durch die wir sogar mit allen Elementen des Kosmos Musik erzeugen“

Muss der Mensch sich jedoch regelmäßig über längere Zeiträume Herausforderungen oder Themen stellen, die ihn ÜBER-fordern, entwickelt er Bewältigungsmechanismen in Form von Reaktionsmustern oder -schemata. Zudem beginnt er sich mit diesen Mustern zu identifizieren und bildet ein konditioniertes oder limitiertes Selbstbild, eine Art innere Gefangenschaft.
Worin liegt nun die ÜBER-Forderung?

  • Das Thema wurde nicht aus der eigenen Neugier ergriffen.
  • Es bestehen kein Raum und keine Zeit zum eigenständigen Erforschen des Themas.

Dieser konditionierte Zustand bedeutet auch, dass der Mensch in seiner Reifung ausgebremst wurde. Erhält er jedoch wieder Raum und Zeit für jene Themen, die seiner Reife entsprechen, gelangt die Entwicklung wieder in Bewegung.

Nachhaltige Selbstversorgung

Unter Reifung verstehen wir somit den Weg des Yogas – In Verbindung gehen. Im Campus wird jeder Mensch von 0-200 Jahre in seinem Forschergeist angesprochen. Er bekommt von jedem Werdling Raum, Wachstumsimpulse und Gärtner-Unterstützung, um mit der Welt, entsprechend seiner Reifestufe, in Verbindung zu gehen.

  • Zum Impulsgeber wird ein Werdling, wenn er mit anderen seiner Reife entsprechend kollaborativ ein Thema entwickelt.
  • Zum Gärtner wird er, wenn er einen Werdling an einer Schwelle beobachtet, die er mit seiner Reife bereits integriert hat und ihn bei der Integration gärtnerisch begleitet.

Hierbei kommen die Selbstversorgungsfelder zum Einsatz. Alt und Jung betätigen sich also gerade in jenen Feldern, welche die Gemeinschaft zur Autarkie führen. Somit finden wir unseren Sinn im Mensch-Sein wieder. Bewusstseinsreife und Nachhaltigkeit stehen dabei im engen Zusammenhang. Je mehr Menschen in unserer Gemeinschaft die “Autonome Ebene” leben, umso einfacher leben wir natürliche Nachhaltigkeit, so beschreibt es die Wissenschaft und unsere Erfahrungen.

Holonische Gemeinschaft

Jeder Wachstumsfreund im Campus bekommt die Möglichkeit, den evolutionären Wandel mitzubewirken, indem er sich bei den Entwicklungskreisen beteiligt, die seiner aktuellen Reife entsprechen. Somit wird auch keiner in der Entscheidungsfindung ÜBER-fordert.

Jeder ist im Kontakt mit seiner Wesenheit, verfolgt oder lebt seine Autonomie, tanzt mit jedem in der Gemeinschaft und gestaltet damit den eigenen Lebensruf, um sich zugleich beim Reifen der Herzens-Gemeinschaft zu beteiligen.

Die Entsuchtung

Der Fakt, dass wir als Erwachsene noch nicht die Autonome Ebene erlangt haben, zeigt, dass wir im Reifen ausgebremst wurden und zum größten Teil aus Mustern reagieren, die wir mit unserem eigenen Wesenskern verwechseln. Da wir diese Muster nicht loslassen, obwohl sie uns schaden, bleibt uns nur die Erkenntnis, dass wir in einer Sucht leben, die Selbst-Sucht, die niemals endende Suche nach dem Selbst. Wir haben uns von unserer wahren Natur entfremdet.

Daher geht jeder Werdling sowohl seiner Hingabe in der Entsuchtung als auch in der Nachreifung nach. Beides in Gemeinschaft seiner Wachstumsfreunde. Sobald die entscheidenden Muster abgelegt sind, der Kontakt zum Wesenskern wieder hergestellt ist, widmet sich der Mensch nur noch seiner Reifung, indem er wieder voller lebenslustiger Neugier die Welt erforscht.

Die Vertiefung in diesem Thema findest du unter Total-Recall-Programm oder Total Recall PädagogInnen