Nun sind schon einige Wochen vergangen und wir haben uns die unterschiedlichsten Objekte angeschaut. Von der Villa am Schwielochsee mit 5000 qm großem Grundstück direkt am See, über 900 qm verwilderter purer Gartenfläche in Zossen, bis hin zu einem brachen Rasenstück in Kreuzberg. Und immer wieder begann der spannende Prozess in uns, was wollen wir verwirklichen und wie setzen wir das an dem jeweiligen Ort um. Und wieder kamen wir auch in engen Kontakt mit Überzeugungen in uns und über uns und mit den Grenzen unserer individuellen Komfortzonen.

Unsere Erfahrungen innerhalb unserer Nachreifung waren uns dabei eine Orientierungshilfe dafür, dass allein das Sinnvollste für unser Projekt als Maßstab gilt und nicht unsere eigenen konditionierten Befindlichkeiten. Letztere gründen auf unreflektiertem Halbwissen und bestimmen unsere unbewussten Handlungsmuster. Diese folgen zumeist einer eigenen versteckten Agenda, welche am eigentlichen Thema vorbeizielen, aus den vorher genannten Gründen.

Aber wie nun eine sinnvolle Auswahl treffen zwischen all den Gegebenheiten? Was sind unsere konkreten Auswahlkriterien für eine Immobilie?

Wenn mehrere konditionierte Menschen mit unterschiedlichsten Vorstellungen diese auf einen Nenner bringen wollen, scheitert das immer auf fast allen Ebenen. In jeder Gemeinschaftsbildung wird dieses Dilemma ersichtlich und ausführlich beschrieben mit vielen Lösungsvorschlägen wie Gewaltfreier Kommunikation, Gruppenbildungsmaßnahmen, Mediation u.v.m.

Dabei liegt es als Potenzial in unserer Natur als Mensch kollaborativ Entscheidungen treffen zu können, WENN eine autonome Bewusstseinsstufe erreicht wurde. Wenn das Wachstums nicht behindert und gestört wurde. Wenn Weisheiten statt Überzeugungen die Handlungsgrundlage bilden. Wenn jeder seine Autonomie und die des Gegenübers kennt und in Kontakt damit treten kann. Egal welche Komplexität das Gegenüber in seinen Eigengesetzlichkeiten darstellt.

Wenn das gelingt, passiert etwas Wundervolles und sehr Faszinierendes. Mein Verständnis der Welt und zugleich von mir erweitert sich auf eine zutiefst befriedigende und vitalisierende Art und Weise.

Als wir uns jedes Mal neu öffneten für ein Grundstück, ein Haus, einen Ort und uns ausmalten, wie wir genau dort unseren Campus erschaffen, unabhängig von unseren spontanen Vorbehalten, entstanden immer neue kreative Ideen und Erkenntnisse über unsere Möglichkeiten und immer wieder veränderten sich dadurch unsere Suchkriterien und führten uns, einer flexiblen Spirale ähnlich, immer näher zu dem wahren Wesenskern unseres Lernortes und Campus. Und damit auch zu uns. Was für eine wunderbare Reise. Wir sind zutiefst dankbar für diese Erfahrungen und sind in heller Vorfreude auf die Kommenden. Denn nun sind wir angekommen.

Genau dort wo wir sein wollten.

Wir haben ein Haus!

Unser Campus entsteht.

Wo genau erzählen wir im nächsten Artikel. Es geht los. Juhu!

Katharina

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2 Responses

  1. Ich freu mich schon jetzt auf meinen nächsten Besuch bei euch 😉 viel Freude beim Ankommen, Gestalten und wachsen…

    Liebe begeisterte Herzensgrüße sendet Dir bzw euch
    Andrea mit Milan

    • Liebe Andrea, vielen Dank, es ist wirklich eine Freude, diesem Ort das Werdlingsleben einzuhauchen und wir freuen uns, wenn Ihr wieder mal dabei seid.
      Ganz liebe Grüße
      Marisha und die Werdlinge

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